Die Reisenden der Städte

Urbanauth, das sind die Reisenden der Städte!
Urbanauth.eu ist ein internationales und -disziplinäres Bildungsprojekt. Unsere kulturelle Wurzeln befinden sich in West- und Mitteleuropa. Als Kosmopoliten arbeiten wir durch die Überwindung von kulturellen Barrieren an einem universellen Wissensschatz über die städtische Seinswelt.

Wir sind Urbanauth:

Reisende der Städte – auf einer Expedition durch den urbanen Raum.

Reisende der Städte überqueren die Brücke von Neuilly und verlassen Paris auf Entdeckungstour der Banlieues. Urbanauth ist dein urbanes Media! Mehr entdecken...

Urbs [lat.] Stadt – Naut [gr.] Reisende

Urbanauth.eu im Sinne einer Plattform, versteht sich dabei als ein Local Reporting Network. Jede(r) Reisende(r) der Städte hat in mehreren Städten und zu meist Metropolen gelebt. Die gesammelten Eindrücke unserer erlebten Erfahrungen und persönlichen Recherchethemen und Interessen bilden dabei den Inhalt des Bildungsprojektes. Im Sinne eines Reisenden der Städte beobachten und entschlüsseln wir die multiplen Dimensionen von Urbanität.

Inklusiv und Achtsam. Bei Urbanauth hat jeder einen Platz. Wir vertreten humanistische Werte. Diese spiegeln sich in einem achtsamen Miteinander und Kommunikation wider. Im Sinne von einer „Stadt ist für alle“ vertreten wir eine Haltung, die keine Ausgrenzung oder Diskriminierung kennt.

Digital als Gemeinschaft vernetzt, tauschen wir uns international über unser Forschungsgebiet aus und arbeiten gemeinsam an der Veröffentlichung von Artikeln. Dies beinhaltet die Redaktion, Korrektur, Übersetzung und Kommunikation. In regelmäßigen „Digital Meet-Ups“ werden Themen aus unseren Interessensgebieten vorgestellt und die Tagespunkte des Bildungsprojektes besprochen. Auf lokaler Ebene treffen wir uns für Freizeitaktivitäten.

Wie reisen die Reisenden der Städte?

Urbanauthen reisen achtsam durch die Welt. Wir verstehen das Ökosystem unserer Erde als ein Ganzes, aus vielen interagierenden Teilen bestehendes. Jedes Land, Region und Metropole hat ihre eigene Mentalität, Eigendynamik, Umgebung und Geistesschätze, welches es zu verstehen und entschlüsseln gilt. Auf der Reise lässt man einen Teil von sich zurück und saugt die neuen Eindrücke auf. Mit Rücksicht und Respekt für die Vielfalt der Weltkulturen repräsentiert Urbanauth eine Gemeinschaft von urbanen, interdisziplinären und achtsamen “Stadtsoziologen”.

Als Stadtbewohner selber von Phänomen wie Luftverschmutzung, Gentrifizierung und Raumaneignung betroffen, teilen wir dabei vieles gemeinsam. Neben gemeinsamen Spaziergängen und Gruppenaktivitäten, treffen wir uns hauptsächlich digital zum Austausch. Wir weisen eine “neutrale” Berichterstattung zurück, da der Mensch nicht unvoreingenommen sein kann. Doch fordern wir von uns selbst Objektivität und Professionalität. Ein Grundkonsens bildet dabei der deutsche Pressekodex welcher die Grenzen von Berichterstattung in seiner Ethik vorgibt. Irren ist menschlich, doch obliegt diesem ein verantwortungsbewusster Umgang damit. Durch das gegenseitige Korrekturlesen und Austausch fördern wir dabei einen internen Wissenstransfer. Als Bildungsprojekt nimmt Urbanauth.eu in Form der publizierenden Plattform und die Urbanauth(en) als Mitwirkende, die Verantwortung ernst, qualitative Inhalte zu gewährleisten. Unsere Artikel und Bilder werden unter einer Creative Common Lizenz veröffentlicht. Unter der CC-BY-NC-ND-4.0 Lizenz erlauben wir eine nicht-kommerzielle Weiternutzung unserer Inhalte.

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Die Großstadterfahrung

Die Stadt ist ein Ort der Reize. Wir begehen Sie um zu (er)leben. Als Reisende der Städte beobachten wir unsere Umgebung und schreiben darüber. Wir betrachten die Stadt aus journalistischer Perspektive, um sie soziologisch ergründen zu können. Hierzu gilt es die Stadt in ihrer Gesamtheit zu durchleuchten und ihre Diversität sowie soziokulturellen Dimensionen und Zusammenhänge hervorzuheben.

Mehr über stark urbanisierte Lebensräume erfahren

Vincent Göhlich / 25. Oktober 2020/ Frankreich > Paris in Armut
Vincent Göhlich / 19. Juli 2020/ Bayern > München in Artikel
Annette Dr. Knaut / 12. Juli 2020/ Berlin > Berlin in Artikel

Im Geiste mit dem Flaneur verbunden, durchreist ein Urbanauth die Städte. Nicht als Tourist, aber von Mensch zu Mensch. Unsere städtische Umgebung inspiriert uns. Wir beobachten Sie auf das kleinste Detail. Sie weckt die Sehnsucht in uns, die Stadt als Ganzes zu verstehen.

Das mythische, urbane Symbol des Flaneurs entspringt dem Bildnis eines Spaziergängers, welche seine Seinsfreude aus der ihm umliegenden städtischen Umgebung zieht. Durch Erkundungstouren und einem Aufgehen in der modernen Urbanität erquickt er sich seines metropoliten Lebens.

Die Wiedergeburt des Flaneurs in Form der Reisenden der Städte, eines Urbanauth

Baudelaires geistige Projektion des Flaneurs, ist dabei eine der Ersten seiner Zeit, welche das mythische Bild eines Großstadterkunders und Spaziergängers schaffte. Seine Eingliederung liegt im Paris des Barons Hausmann und dem Urbanisierungsprozess. Ein Jahrhundert später folgte ihm Walter Benjamin. Die literarische Vorgängerfigur des Flaneurs findet ihre Wurzeln im symbolischen Wanderer, dem der von einem Ort zum anderen wandelt. Urbanauth in Form der Reisenden der Städte repräsentiert die Weiterentwicklung zu einem kosmopolitischen Flaneur. Urbane Nomaden*innen, welche die städtische Welt zu ergründen suchen.

Der Mensch als wahrnehmendes Objekt in Bewegung existiert dabei seit der Antike. Unter Aristoteles bildet sich die Philosophenschule des Peripatos, den Peripatetikern. Das Verb peripatein bedeutet umherwandeln. Durch den sich-in-Bewegung befindenden Körper wird die Denkleistung positiv angeregt. Die Gedanken befinden sich sozusagen im Fluss. Dies bestätigte bereits der französische Philosoph Jean Jacques Rousseau mit den Worten: „Ich kann nur beim Gehen nachdenken. Bleibe ich stehen, tun dies auch meine Gedanken“.

Ein Urbanauth, als Reisender der Städte entspricht der Fortführung des literarischen Mythos in seiner reellen und zugleich kosmopoliten Verkörperung. Mit einem offenen Geist und von Neugier geleitet, versuchen wir unsere zeitgenössische Seinswelt zu erfassen.

Reiseberichte der Urbanauthen

Philosophische Betrachtung auf die Reisenden der Städte

Wir möchten eine urbane Anthropologie vorantreiben, welche zugänglich ist. Durch die Zusammenarbeit in einer interdisziplinären und -kulturellen Gruppe möchten wir dabei so viele Erfahrungswelten im Stadtbezug zusammenbringen. Die Entwicklungen und Fortschritte in anderen Geistes- aber auch naturwissenschaftlichen Feldern dienen uns dabei als Kompass. Die Verknüpfung von erkenntnistheoretischen Betrachtungen und urbanistischen Sachverhalten soll dabei helfen universelle Ansätze und Feststellungen zu finden.

Die Realitäten und Seinswelten eines jeden Individuums geschieht in dem für-sich-gelebten Raum des Geistes. Der Relativität des Wissens steht dabei die konkret gelebte Erfahrung eines jeden Einzelnen. Eine solche, fragmentierte Wahrnehmungswelt besitzt dabei Überschneidungspunkte. Zum einen formt die Gesellschaft Individuen im Sozialisierungsprozess. Zum anderen bestehen die Wahrnehmungswelten aus der gelebten Realität und ihrer einhergehenden Prägung des Wesens. Im Kontext der Stadtsoziologie gilt es, für die vielfältig gelebten, urbanen Seinswelten international zu erfassen.

Der offene Geist beobachtet und sucht zu verstehen

Im Sinne des Aphorismus, „Die Welt endet nicht an den Grenzen deiner Stadt. Sie beginnt dort.“ schreiten wir mit offenem Geist in die Welt und durch die Städte. Die verschiedenen Existenzwelten in der globalisierten Welt zu verstehen, in welchen die Metropolen als Knotenpunkte fungieren, stellt eine Eigenschaft von uns Urbanauthen dar. Dank der virtuellen Revolution und dem Beginn des Zeitalters der Information arbeiten wir Länder-übergreifend und interdisziplinär.

Die Bedeutung von physischen Grenzen, als staatliche, sprachliche und kulturelle Abgrenzungen verschwindet in der Urbanauth-Gemeinschaft, um sich zu einem kollektiven Kosmopoliten zu formen. Die verschiedenen Eindrücke, Beobachtungen und persönlichen Interessen der Teilnehmer in Bezug zur Stadt verdeutlichen sich in der Erforschung der Stadt-Mensch Beziehung.

Die Auseinandersetzung mit der Umgebung führt zur Frage nach dem Warum. Um Sachverhalte zu entschlüsseln wird das Wie untersucht. Die Fragen Wo und Wann geben dabei den raumzeitlichen Rahmen. Während das Was in Form der Stadt und dem Wer mit ihren Akteuren, die weiteren Achsen unserer Untersuchungen liefern. Schlussendlich dient das Wozu, die verschiedenen Faktoren in Verbindung zu setzen und in einen Zusammenhang einzuordnen. Zugleich tritt unser stadtsoziologischer Ansatz zum Vorschein mit der Untersuchung der verschiedenen Sein-ebenen von Urbanität, welche urbane Kultur und die soziopolitischen Prozesse der Stadt mit in Bezug nehmen. Die Achsen unserer Recherchen sind also physischer, sowie soziologischer Natur.

Inklusiv und achtsam. Bei Urbanauth kann nahezu jede(r) mitmachen, der einen Computer, Smartphone und Interesse an Urbanität hat. Wir vertreten humanistische Werte. Diese geben sich in einem achtsamen Miteinander und Kommunikation wieder.

Wir versuchen dabei intern sowie extern, kulturellen Unterschieden und Reibungen bewusst entgegenzutreten und im achtsamen Diskurs zu entschärfen. Durch unsere interdisziplinäre Zusammenstellung möchten wir dabei die vielfältigen Ausdrucksweisen der Stadt-Mensch Beziehung entziffern.

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